»A reader lives a thousand lives before he dies.
The man who never reads live only one.«
                                                                            - George R.R. Martin

Zwillingskrone

Titel: Zwillingskrone
Autorinnen: Catherine Doyle, Katherine Webber
Klappentext: Vor achtzehn Jahren wurde das Königspaar von Eana brutal von einer Hexe ermordet – nur Minuten nach der Geburt der Prinzessin, Rose. Der Vorfall hat den Krieg gegen alle magisch Begabten im Königreich neu entfacht. Nun steht Rose Valhart nicht nur kurz vor ihrer Krönung, sondern auch kurz vor ihrer Hochzeit. Ihr Leben könnte nicht perfekter sein – bis zu der Nacht, in der sie von Hexen entführt wird und erfahren muss, dass alles, was sie über die Geschichte ihres Königreichs zu wissen glaubte, eine Lüge ist.

Die Hexe Wren Greenrock ist Roses Zwillingsschwester, und sie hat sich ihr ganzes Leben lang auf den Tag vorbereitet, an dem sie den Platz ihrer Schwester im Palast einnimmt, um sich zur Königin krönen zu lassen. Sie will den Krieg gegen die Hexen, die zu Unrecht verfolgt werden, beenden – doch um das zu erreichen, muss sie alle um sie herum täuschen, Roses Verlobten ebenso wie den obersten Minister, der ein hinterhältiges Spiel treibt …

Rezension: Zwillingskrone

Ein Königshaus, Intrigen, Hexen, Krieg… für mich mehr als die perfekten Vorraussetzungen für eine grandiose Geschichte! In Zwillingskrone findet sich all das und ich kann gleich vorweg sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. 

Der Klappentext verrät schon einiges und so gut wie er klingt, so gut war meiner Meinung auch das Buch! Ich will gar nicht zu viel verraten, um auf keinen Fall zu Spoilern, doch ich kann sagen, dass mir des Schreibstil, die Charaktere und das Setting mehr als nur gut gefallen haben. 

Hexengeschichten gehören mit zu meinen liebsten Fantasyromanen und das Thema wurde für mich in Zwillingskrone sehr gut aufgegriffen! Wren war ein Charakter mit dem ich mich sehr schnell identifizieren konnte und über den ich deshalb auch sehr gerne mehr gelesen habe. Ebenso ging es mir mit Rose, auch wenn sie mir am Anfang noch etwas auf die Nerven gegangen ist… 

Dank der Spielchen des obersten Ministers und der Tatsache, das Wren den Verlobten von Rose von sich überzeugen muss, verliert das Buch zu keiner Sekunde an Spannung und verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit! 

Schattenbraut

Titel: Schattenbraut
Autorin: Yangsze Choo 
Klappentext: Malaya 1893. Die 17-jährige Li Lan aus gutem, aber verarmten Hause erhält einen ungewöhnlichen Antrag: Sie soll den kürzlich verstorbenen Sohn der wohlhabenden Familie Lim heiraten. Aber Li Lan zögert. Kann sie sich wirklich einem Geist versprechen? Um sich auf die Probe zu stellen, taucht sie Nacht für Nacht ein in eine Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen. Das Schattenreich ist ein Ort des Schreckens, aber auch der Versuchung und der Freude. Dort deckt Li Lan nicht nur die Wahrheit über ihre eigene Familie und die ihres Verlobten auf – sie erkennt auch die Macht wahrer Liebe … 




Rezension: Schattenbraut

Zugegeben das Buch hatte mich schon beim Anblick von Cover und Titel — noch gespannter war ich dann aber doch auf den Inhalt. 

Das chinesisch-malaiische Setting hat mir wahnsinnig gut gefallen und es kam von der ersten Seite an super rüber. Ich habe noch nie ein Buch mit diesem Vibe gelesen, weshalb es erst etwas ungewohnt war, dafür jedoch eine sehr schöne und authentische Erfahrung. Auch der Plot hat mir sofort zugesagt. Die Braut eines Geistes werden? Ja, das klingt für mich dann doch schon ziemlich interessant, was schnell dazu führte, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. 

Nach gut der Hälfte gab es für mich dann jedoch immer wieder Stellen, die sich für mich etwas gezogen haben. Ich mochte es, dass Kleidung, Rituale und der Aberglaube so detailliert und authentisch beschrieben wurden, doch auch historische Hintergründe wurden oftmals länger und ausführlich thematisiert, was zwar interessant, für mich dann aber doch eher etwas holprig zu lesen war. Mit etwas mehr geschichtlicher Begeisterung hätte mir das Buch sicherlich mehr zugesagt… 

Auch die Liebesgeschichte war letztendlich etwas, das mir nicht ganz so gut gefallen hat, da sie ebenfalls sehr holprig begonnen und dann plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht ist. Unabhängig von der Geisterthematik war mir die Liebe der beiden, die im Klappentext ja noch als »Macht der wahren Liebe« bezeichnet wird, leider etwas zu unrealistisch und irgendwie auch nicht ganz rund. Zum Ende hin konnte ich mich zwar gut damit zurecht finden, doch besonders die Anfänge der beiden, fand ich nicht allzu schön zu lesen — das ist dann aber mehr mein persönliches Gefühl. 

Alles in einem war das Buch für mich ein interessanter Ausflug aus meiner Komfortzone heraus, den ich so auch immer wieder neu wagen würde! Es hat mich positiv überrascht, wenn auch nicht vom Hocker gerissen und somit solide 3,5/5 Sternen verdient :))


Fifty Fifty

Titel: Fifty Fifty
Autor: Steve Cavanagh
Klappentext: Eine ist unschuldig. Die andere eine eiskalte Killerin. Welcher der beiden Schwestern glaubst du?
Frank Avellino wurde mit äußerster Brutalität in seinem eigenen Schlafzimmer erstochen, der Täter muss in einem wahren Blutrausch gehandelt haben. Besser gesagt: die Täterin. Denn Franks Töchter Alexandra und Sofia beschuldigen sich gegenseitig der Tat. Die eine ist eine sadistische Mörderin, die andere unschuldig. Aber welche? Sowohl Eddie Flynn, der Sofia vor Gericht verteidigt, als auch Alexandras junge Anwältin Kate Brooks befürchten, dass die Wahrheit im Trubel um diesen spektakulären Fall untergeht. Denn der Ermordete war nicht nur ehemaliger Bürgermeister von New York, es gibt auch ein Millionenerbe zu verteilen. Und Eddie Flynns Chancen, die richtige Schwester vor dem Gefängnis zu bewahren, stehen fifty-fifty ...

Rezension: Fifty Fifty

Nachdem ich von Steve Cavanagh ja schon Thirtheen gelesen habe (die Rezension dazu findet ihr unten), wollte ich mir natürlich auch Fifty Fifty nicht entgehen lassen! 

Das Buch hat meiner Meinung nach gut gestartet. Die Spannung wurde recht schnell aufgebaut und nicht lange um den heißen Brei herumgeredet, was mir bei Thrillern immer sehr wichtig ist! Ich kannte den Schreibstil des Autors bereits und hatte so gar kein Problem, mich in die Geschichte einzufinden. 

Erzählt wird in zwei Perspektiven: Einmal natürlich aus der von Eddie Flynn, einmal aber auch aus Sicht der Mörderin. Die Kapitel sind mit „Sie“ gekennzeichnet und verraten somit bis zum Ende nicht wer die Mörderin ist, was ich total klasse und spannend fand! Cavanagh schafft es, einen das ganze Buch lang mitfiebern zu lassen und die Charaktere der beiden Schwestern so zu schreiben, dass man sich nie wirklich sicher sein kann, wen man jetzt für die Mörderin hält und wen für unschuldig. Genau das war auch der Hauptgrund, warum ich das Buch in Rekordzeit gelesen habe (natürlich lag ich am Ende dann mit meiner Vermutung mal wieder falsch…)

Wie immer konnte Cavanagh mich mit seinem Thriller total abholen, wenn ich auch sagen muss, dass ich ihn ein kleines bisschen schwächer als Thirteen fand (was absolut keine Kritik ist, denn Thirteen war grandios!) 

Soulbird

Titel: Soulbird - Das Geheimnis der Nacht
Autorin: Deborah Hewitt
Klappentext:  Nach einem tragischen Verlust kehrt die junge Alice Wyndham in die verborgene Parallelwelt Londons zurück. Dort will sie alles über ihre Herkunft und ihre erwachende Magie herausfinden. Denn Alice hat eine Verbindung zu Nachtschwalben, wundersamen Vögeln, die die Seele eines Menschen hüten. Doch ihre Gabe ist auch mit einem gefährlichen Vermächtnis verbunden. Der dunkle Fluch stellt ihre Liebe zu dem geheimnisvollen Verbrecherjäger Crowley auf eine harte Probe und droht, ihre ganze Welt ins Verderben zu stürzen. Um sie zu retten, muss Alice nicht weniger besiegen als den Tod selbst ... 

Rezension: Soulbird

Obwohl ich in meiner Rezension zu Band 1 eher etwas neutral dem Buch gegenüber stand, hat mich der zweite Teil sehr begeistern können. Die Welt, das Setting, die Magie. All das hat mir schon im ersten Band sehr gefallen und ich hätte nicht gedacht, dass es noch besser werden könnte. In Band 2 kriegen wir, obwohl wir schon viel wissen, noch mehr tolle Einblicke in dieses durchdachte Konzept und die düster, magische Atmosphäre wird noch etwas besser zur Geltung gebracht. Allein wegen den Elstern wollte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Im Vergleich zum ersten Band fiel es mir viel leichter das Buch zu lesen, was vielleicht daran lag, dass ich den Schreibstil und die Charaktere schon aus dem ersten Band kannte. Während Alice und ich davor noch nicht so warm miteinander waren, fand ich sie in Band zwei umso toller und auch nachvollziehbarer. Ihre Handlungen sind für mich sehr schlüssig und ich kann mich gut in sie hineinversetzen.

Besonders spannend ist natürlich der dunkle Fluch, der in der Handlung im Vordergrund steht. Ich persönlich finde, dass Alice und Crowley ein tolles Paar abgeben und habe ihre gemeinsame Entwicklung sehr genossen. Allein die beiden waren ein Grund, warum ich mich dann doch so auf Band 2 gefreut habe. Ihre Liebe gerät etwas ins wanken und wird vor eine große Probe gestellt, wie und ob sie diese meistern können, müsst ihr schon selbst herausfinden.

Wie auch in Band 1 (das ist dieses Mal mein einziger Kritikpunkt) gibt es manche Stellen im Buch, die sich sehr in die Länge ziehen und den Lesefluss etwas stören. Wenn man sich aber zusammenreißt und trotzdem weiterließt, kommt man in den Genuss einer tollen Geschichte.

Blossom

Titel: Blossom
Autorin: Amelia Cadan
Klappentext: Leith, 22, Baseball-Ass, Jurastudent und Südstaaten-Gentleman, versucht gerade sein gebrochenes Herz zu kitten, nachdem seine Langzeitfreundin ihn wegen eines anderen verlassen hat.
Jun, 20, brillante Schauspielstudentin mit japanischer Ex-Supermodell-Mutter, spielt auch im wahren Leben ständig eine Rolle, um nur ja nie ihre wahren Gefühle zu verraten. Denn hinter der glänzenden Fassade ihrer gutsituierten Familie verbirgt sich ein dunkles Geheimnis.
Als die beiden am selben Ostküsten-Ivy-League-College aufeinandertreffen, ist klar, dass sie NIE im Leben Freunde werden. Geschweige denn mehr. Leith stößt Juns unterkühlte Art ab und Jun kann mit Typen aus Sportteams nun wirklich nichts anfangen. Doch das Schicksal führt sie unverhofft auf den gleichen Uni-Ball und zwischen ihnen sprühen plötzlich Funken, die unerwartete Gefühle entflammen ...

Rezension: Blossom

Mittlerweile ist es wohl kein Geheimnis mehr, dass ich eine Vorliebe für klischeehafte enemies-to-lovers Geschichten habe, weshalb mich der Klappentext von "Blossom" natürlich sofort gecatcht hat. Dabei hat mich das Buch ein paar negative wie auch viele (und überwiegende) positive Seiten.

Leith und Jun sind meiner Meinung nach zwei tolle Charaktere, wobei man auch sagen muss, dass sie beide viele Charakterzüge haben, die nicht unbedingt neu sind. Mir waren sie allerdings beide schnell sympathisch und ich finde sie haben perfekt zur Geschichte gepasst. Besonders lernen wir da natürlich Jun kennen, die nach außen hin immer ihre perfekte Fassade aufrecht erhält, eigentlich aber ein dunkles Geheimnis zu hüten hat. Ihre kühle, abweisende Art kann ich in vielen Situationen sehr gut nachvollziehen und es war schön zu sehen wie sie nach und nach auftaut. Aber auch Leith wird näher beleuchtet. Dass er mit seinem Liebeskummer zu kämpfen hat und dies auch gut rüberkommt, fand ich super, denn auch Jungs haben gebrochene Herzen und dürfen diese gerne zeigen.

Der Schreibstil hat Potential, denn die Autorin erzählt flüssig und bildreich. Im Plotting hätte ich hin und wieder ein paar Änderungen vorgenommen. Manche Szenen wurden für meinen Geschmack zu kurz, andere dafür zu lange erzählt. Auch gab es hin und wieder einen Ortwechsel, der für mich nicht ganz flüssig erschien. Dafür kam durch die Handlung, den ein oder anderen Twist, dann aber doch keine Langeweile auf und man kam schnell durch die Seiten.

Das Ende hätte ich mir so nicht gewünscht, da es mir irgendwie zu einfach vorkam. Hier hätte ich gern etwas mehr Emotion gesehen und dafür den Teil davor etwas gekürzt. 

The Magpie Society

Titel: The Magpie Society: Aller bösen Dinge sind drei
Autorin: Zoe Sugg und Amy McCulloch
Klappentext: Während Audrey und Ivy noch auf der Suche nach dem Mörder ihrer Mitschülerin Lola sind, verschwindet ein weiteres Mädchen unter mysteriösen Umständen. Alles, was die beiden haben, ist ein Brief der geheimnisvollen Magpie Society. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und die beiden Mädchen stoßen auf dunkle Geheimnisse ihrer ehrwürdigen Schule Illumen Hall.
Jemand spielt ein tödliches Spiel, und um ihn zu stellen, müssen Audrey und Ivy alle Regeln über Bord schmeißen ...

Rezension: Magpie Society

Ich kann euch gar nicht sagen wie sehr im mich auf diese Fortsetzung gefreut habe, denn Band 1 wurde für mich zu einem Jahreshighlight.  In dieser Rezension könnten möglicherweise Spoiler zu Band 1 vorkommen, lest euch also lieber meine andere Rezi durch, wenn ihr die Dilogie noch nicht kennt.

Wie auch in Band 1 begleiten wir weiterhin Ivy und Audrey auf ihrer Suche nach der Magpie Society. Die Frage, was mit Lola geschah, steht weiterhin im Raum und ist vorerst ungelöst. Wieder dürfen wir die Geschichten aus beiden Perspektiven beobachten, wobei ich auch schon zu meinem ersten Kritikpunkt komme... Ich liebe es Geschichten aus verschiedenen Perspektiven zu lesen, auch in Band 1 fand ich es äußerst gelungen. Im zweiten Teil allerdings (und da schiebe ich die Schuld dem Verlag und nicht den Autorinnen zu) ist es mir häufiger aufgefallen, dass die Namen der zwei Protas vertauscht wurden. Beispielsweise liest mein Kapitel in Ivys Sicht und plötzlich wird die Protagonistin mit Audrey angesprochen. Leider ist mir das nicht nur einmal aufgefallen, was ich sehr schade fand und mich auch teilweise sehr verwirrt hat.

Vom Schreibstil, dem Spannungsgrad und dem Plot steht Band 2 dem ersten jedoch fast in nichts nach. Die Ereignisse spitzen sich zu, es tauchen immer mehr Hinweise auf und schließlich kommen die zwei der Magpie Society immer näher. Hin und wieder ging mir alles etwas zu schnell, denn es war doch sehr turbulent, wodurch es auf der anderen Seite aber auch nicht langweilig wurde.

Ivy und Audrey sind mir beide nach wie vor sehr sympathisch und ich war froh, dass auch in Band 2 das Liebesleben der beiden nicht in den Vordergrund rückte. Es war zwar vorhanden, doch ihrer Freundschaft und vor allem der Handlung wurde nach wie vor die meiste Aufmerksamkeit zugesprochen. Band 2 war für mich etwas schwächer als der Vorgänger, konnte mich (bis auf die formalen Fehler) aber dennoch mitreißen.

Wie man sich einen Lord angelt

Titel: Wie man sich einen Lord angelt
Autorin: Sophie Irwin
Klappentext: Kitty Talbot ist jung, hübsch und clever – leider aber auch arm wie eine Kirchenmaus. Als ihr Verlobter sie sitzen lässt, stehen Kitty und ihre vier Schwestern vor dem Ruin, denn die Spielschulden ihres verstorbenen Vaters können sie aus eigener Kraft niemals begleichen. Also wagt Kitty sich für ihre Schwestern auf das gefährlichste Schlachtfeld im England des Jahres 1818: die Bälle der Lords und Ladys in London. Obwohl die unkonventionelle Kitty sich mindestens so viele Feinde wie Freunde macht, erliegt bald ein märchenhaft reicher Junggeselle ihrem Charme. Doch dessen älterer Bruder, Lord Radcliffe, durchschaut Kittys Spiel und unternimmt alles, um eine Hochzeit zu verhindern. Eigentlich wäre Lord Radcliffe ein wunderbar ebenbürtiger Gegner für Kitty – hätte die Liebe nicht längst ihre eigenen Pläne …

Rezension: Wie man sich einen Lord angelt

Nachdem Kitty von ihrem Verlobten sitzen gelassen wird, hat sie ein Problem, denn dieser war nicht nur ihre finanzielle Absicherung, sondern auch die ihrer vier Schwestern. Da sie die älteste ist und ihre Schwestern nicht auf den Heiratsmarkt schicken möchte, reist sie zu ihrer Tante nach London, um dort eine passende Partie an Land zu ziehen. Schnell zieht sie einige Blicke auf sich, im positivem wie im negativen Sinne.

Wie man sich einen Lord angelt ist für mich ein tolles Buch für alle, die (wie ich) nach Bridgerton nicht mehr genug von der englischen Ballsaison des 19. Jahrhundert kriegen können. Besonders hat mir hier jedoch gefallen, dass es sich bei der Protagonistin nicht um eine junge Frau handelt, die auf keinen Fall heiraten möchte, sondern um eine, die es in jedem Fall tun muss. Kitty war dabei eine sehr angenehme Prota. Ihre selbstbewusste, charmante Art hat mir sehr gut gefallen. Sie weiß, was sie zu sagen hat, lässt sich aber auch nichts gefallen und besonders die Szenen zwischen ihr und Lord Radcliffe mussten mich hin und wieder zum Schmunzeln bringen.

Natürlich ist der Ausgang des Buches keine sonderliche Überraschung und auch der Spannungsbogen ist meiner Meinung nach eher niedrig. Dafür lässt der sarkastisch, humorvolle Schreibstil einen weiterlesen wollen. Um genau zu sein wollte ich besonders immer dann weiterlesen, wenn Lord Radcliffe wieder ins Spiel kam. Wer kann schon etwas gegen eine gute enemies to lovers Geschichte sagen?

Kupferblut

Titel: Kupferblut - Gezeichnete der Dunkelheit
Autorin: Lea Diamandis
Klappentext: »Tränen und Asche verkleben meine Wimpern und nehmen mir die Sicht auf meine Welt, aus der immer größere Stücke herausbrechen – bis nichts mehr übrig ist.«

Als die Königin des Vier-Länder-Bündnisses die junge Schneiderin Soleya zu sich ruft, glaubt diese, dass all ihre Träume wahr werden. 

Was sie jedoch nicht weiß ist, dass in ihrem Blut der Schlüssel liegt, welcher der Welt die reine Magie zurückbringen kann. 

Bei einem Angriff durch die Festung der gestohlenen Künste offenbart sich durch die Drachenkriegerin Aiyana der eigentliche Plan der Königin. Und für Soleya stellt sich die Frage, wem sie wirklich vertrauen kann.

Rezension: Kupferblut

In „Kupferblut“ begleiten wir die junge Schneiderin Soleya, die urplötzlich einen Auftrag vom Königshaus bekommt und damit eine Anstellung im Palast ergattern könnte. Schnell wird sie dabei jedoch in einen Strudel aus Intrigen und Geheimnissen gezogen, aus dem sie so leicht nicht mehr herauskommt. Soleya befindet sich mit einem Mal mitten im Geschehen, welches Ausmaße annimmt, die so sicher keiner erwartet hätte! Mehr will ich zum Inhalt gar nicht sagen, denn meiner Meinung nach lebt das Buch besonders von der Spannung, die durch eben diese Geheimnisse und Lügen erzeugt wird. Obwohl der ein oder andere Plot nicht allzu überraschend war, fühlt man in jeder Sekunde mit Soleya mit und stellt sich selbst so viele Fragen, die nach und nach aufgedeckt werden. Langweilig wird einem beim Lesen da auf keinen Fall! 


Hinzu kommt, dass Lea Diamandis einen fantastischen Schreibstil hat, der einen perfekt in diese magische Welte aus Drachen und Magie eintauchen lässt. Sie erzählt sehr bildlich, farbenfroh und bindet dazu noch perfekt LGBTQ+ Themen mit ein. Außerdem benutzt sie auch genderneutrale Pronomen, was am Anfang etwas ungewohnt war, mich nach kurzer Zeit jedoch nicht mehr festlegt hat. Das Magiesystem ist durchdacht, die Welt sehr sehr gut ausgearbeitet — für mich als alten Fantasylover definitiv eine Meisterleistung! Die Charaktere sind allesamt sehr authentisch, besonders die Protagonistinnen gefallen mir sehr sehr gut und ich wurde schnell mit ihnen warm! 


Soweit ich weiß wird diese Geschichte in einem zweiten Teil weitergehen, woraufhin ich mich riesig freue! Ein paar Charaktere haben sich bisher nämlich wirklich toll entwickelt und ich hoffe, dass ein paar der tollen Nebencharaktere weiter in den Vordergrund rücken! 4/5⭐️


Die kleine literarische Apotheke

Titel: Die kleine literarische Apotheke 
Autorin: Elena Molink
Klappentext: Blu hat gerade ihre Buchhandlung in Florenz eröffnet, doch das Geschäft läuft schleppend an. Erst nach dem Besuch eines ebenso charismatischen wie geheimnisvollen Kunden hat Blu eine Eingebung: Alle Besucher ihres Ladens suchen dringend Rat. Was tun gegen Liebeskummer, Einsamkeit und Stress? Ganz einfach: Lies ein Buch! Bücher sind Medizin. Und genau so verordnet Blu sie ab jetzt – inklusive Anwendungsgebiet und Dosierungsanleitung. Doch wer war der mysteriöse Mann, der Blu die rettende Idee eingab? Sie macht sich auf die Suche und begegnet dabei immer wieder hilfsbereiten Fremden, die ihr auf sonderbare Weise bekannt vorkommen…

Rezension: Die kleine literarische Apotheke

Die Idee einer literarischen Apotheke klingt irgendwie absurd und total genial zu gleich — für mich als Bücherwurm eine großartige Erfindung! Bücher über Buchhandlungen oder Protagonisten, die selbst über eine große Liebe zu Büchern verfügen, fand ich schon immer toll!

Dieses Buch war für nicht direkt ein Highlight, dafür aber trotzdem sehr unterhaltsam, was wohl der lockeren und humorvollen Atmosphäre zu verschulden ist, die beim Lesen aufkam.  Blu war mir mehr oder weniger sympathisch und auch mit ihren Mitbewohnerinnen kam ich gut klar. Die literarische Apotheke war wirklich niedlich, eine tolle Idee, die eine ganz eigene Aura kreiert hat, wenn auch nicht ganz so magisch und heilend wie ich es mir vorgestellt hatte — was nicht bedeutet, dass sie schlecht beschrieben wurde. Im Gegenteil, ich hätte auch gern so einen kleinen Wohlfühlort bei mir im Dorf!


Alles in einem für mich eine schönes Buch, das meiner Meinung nach zu viel Kritik bekommt. Man sollte sich vielleicht nicht zu viel erwarten, denn erst dann kann man sich wirklich darauf einlassen. Für zwischendurch ist es nämlich perfekt. 



Soulbird

Titel: Soulbird - Die Magie der Seele
Autorin: Deborah Hewitt
Klappentext: Seit ihrer Kindheit wird Alice Wyndham von Albträumen geplagt, deren Bedeutung sie nie entschlüsseln konnte. Bis plötzlich der geheimnisvolle, attraktive Crowley vor ihrer Tür steht und ihr Unglaubliches eröffnet: Alice hat eine uralte, seltene Gabe. Sie sieht Nachtschwalben, wundersame Vögel, die die Seele eines Menschen hüten. Und ein mächtiger Feind ist ihr auf den Fersen, um ihre Kräfte für sich zu nutzen. In letzter Sekunde kann Alice mit Crowleys Hilfe fliehen. Sie folgt ihm in ein verborgenes paralleles London voller Zauber und Gefahren, um mehr über ihre Fähigkeiten zu lernen. Doch ihre Magie ist mit einem dunklen Erbe verbunden …

Rezension: Soulbird

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Besonders jetzt im Nachhinein, wo ich sagen kann, dass diese düstere Stimmung der Farben gut zum Inhalt des Buches passen. Dieses ist nämlich vor allem eines: Mysteriös, spannend und geheimnisvoll.

Wir begleiten Alice, ein junges Mädchen, das schon ihr ganzes Leben lang von Albträumen und Vögeln heimgesucht wird. Ihr wird erst klar, dass sie eine außergewöhnliche Gabe besitzt als der mysteriöse Crowley auftaucht und ihr davon berichtet. Ab diesem Zeitpunkt ist das Buch meiner Meinung richtig spannend und das Konzept sehr sehr gut umgesetzt. Alice kann Nachtschwalben sehen, die Seelenvögel von Menschen. Eine sehr ungewöhnliche und interessante Gabe, die sie anfangs selbst nicht wirklich begreifen kann. Gemeinsam mit ihr reisen wir in ein London voller Magie und Fragen und stellen uns der Gefahr, die ihre Kräfte mit sich bringen. Denn jemand hat es auf ihre Magie abgesehen.

Es hat zwar etwas gedauert bis ich mit Alice warm geworden bin, was allerdings mehr am Schreibstil als an ihrem eigentlichen Charakter gelegen hat. Es ist schwer zu sagen, was mich daran gestört hat, doch ich habe schon ein paar Kapitel gebraucht, um erst einmal rein zu kommen. Ein großes Minus, doch ich bin dennoch froh mich durchgekämpft zu haben, denn das Buch wurde immer besser, desto weiter man gelesen hat. Und natürlich wollte ich wissen, was es mit Alices Gabe auf sich hat. Die Aspekte der finnischen Mythologie haben mir wahnsinnig gut gefallen, besonders, da es etwas anderes ist, was ich so bisher noch nicht kannte und nirgends gesehen habe. 

Am besten hat mir also wirklich die Idee gefallen. Die Welt ist super konzipiert, durchdacht und aufs Papier gebracht. Man taucht Stück für Stück weiter in die magische Parallelwelt Londons ein, wobei man immer gerade so viel erfährt, dass man unbedingt weiter lesen will, um mehr zu erfahren. Es gab vereinzelt lange, sich ziehende Stellen, dafür aber auch viel Spannung, Gefahr und Nervenkitzel, was das ganze gut kompensiert hat. 

Insgesamt würde ich sagen, dass Soulbird ein tolles Buch ist — vielleicht kein Highlight, aber dennoch sehr schön zu lesen. Ich freue mich jedenfalls auf Band 2 und bin gespannt wie es dort mit Alice und den Anderen weitergeht. 

Scholomance

Titel: Scholomance - der letzte Absolvent (Band 2)
Autorinnen: Naomi Novik
Klappentext: Scholomance ist eine Magierschule, wie es sie noch nie gegeben hat: keine Lehrer, keine Ferien, Freundschaft nur als Mittel zum Zweck und sehr ungleiche Überlebenschancen. Es gibt nur zwei Wege heraus aus der Schule — die Abschlussprüfung oder den Tod. Für El und Orion beginnt das letzte Jahr an der Scholomance und das tödliche Ritual der gefürchteten Abschlussprüfung wirft seine Schatten voraus. El setzt alles daran, dass ihre Gruppe überlebt. Doch die Chancen stehen von Tag zu Tag schlechter und der Kampf gegen die Schule wird immer brutaler. Bis El herausfindet, dass man manche Spiele nur gewinnen kann, wenn man alle Regeln über den Haufen wirft …

Rezension: Scholomance

Der erste Band der Scholomance Reihe war letztes Jahr tatsächlich ein kleines Highlight meinerseits, weshalb ich mich riesig auf „Der letzte Absolvent“ gefreut habe! 
Ganz so schnell wie erhofft bin ich zwar nicht ins Buch gekommen, was aber auch daran liegen kann, dass ich Band 1 schon vor längerer Zeit gelesen und mich mit Band 2 aus einer Leseflaute gekämpft habe. Ich versuche diese Rezension spoilerfrei zu halten, weshalb ich nur wenig auf den Inhalt eingehen werde.

Der Schreibstil war — wie auch schon in Band 1 — super gut. Er ist fesselnd, packend, leicht zu verstehen und lässt einen durch die Seiten fliegen. Besonders, weil die Geschichte super spannend ist. Sobald ich im Geschehen drin war, wollte ich nicht mehr raus und habe eine Seite nach der anderen verschlungen. Die Scholomance ist auch in Band 2 noch genial und faszinierend! Die Magie wird weiterhin stark thematisiert und vermittelt, was mir sehr gut gefallen hat, da wir hier auch neue Aspekte kennenlernen und man sich noch besser in das ganze Konzept und diese Welt einfühlen kann. außerdem gefällt mir, dass die Entwicklung mancher Charaktere hier deutlich gezeigt wird und auch realistisch und gut verpackt wurde. Els Abenteuer bleibt spannend und wir erleben wie sie tiefere Beziehungen eingeht . 

Das Buch steht Band 1 meiner Meinung nach in nichts nach und ist genauso spannend und faszinierend! Es gab zwar hier und da ein paar Längen, dafür auch einen unerwarteten Twist und einen fiesen Cliffhanger, der das Warten auf Band 3 wirklich unglaublich schwer macht! 

Like Snow We Fall

Titel: Like Snow We Fall
Autorin: Ayla Dade
Klappentext: Als Paisley mit nichts als ihren Schlittschuhen im Gepäck im verschneiten Aspen ankommt, raubt ihr die bezaubernde Winterwunderlandschaft den Atem. Angesichts des mit einer glitzernden Eisschicht überzogenen Silver Lake vor der mächtigen Kulisse der Rocky Mountains vergisst sie für einen Moment, dass sie vor ihrem alten Leben flieht. Ab jetzt zählt für sie nur noch die Zukunft: Die begabte Eiskunstläuferin nimmt einen Trainingsplatz an der renommiertesten Schule Aspens an und träumt insgeheim von Olympia. Auf ihrem Weg an die Spitze darf sie sich auf keinen Fall ablenken lassen – schon gar nicht von dem selbstverliebten Snowboarder Knox. Von allen gefeiert und unverschämt attraktiv, steht er im Mittelpunkt jeder Party. Paisley versucht, die Anziehungskraft zwischen ihnen zu ignorieren, denn er ist nicht gut für sie – bis sie unerwartet eine andere Seite an ihm kennenlernt …

Rezension: Like Snow We Fall

Da ich Eiskunstlaufen total großartig finde und immer wieder Netflix Serien mit dem Thema schaue oder mich auch selbst auf den Schlittschuhen probiere, war für mich eigentlich sofort klar, dass ich dieses Buch lesen musste. Meine Erwartungen waren hoch und sie wurden definitiv nicht enttäuscht! Das winterliche Setting passt perfekt zur kalten Jahreszeit und die beiden Protagonisten sind mir auch beide mit der Zeit total ans Herz gewachsen.

Das Buch startet direkt damit, dass Paisley in Aspen landet. Das Setting dort ist wirklich zum träumen schön. Am liebsten würde ich meinen nächsten Urlaub direkt dort verbringen. Ayla Dade hat einen wunderschönen, angenehmen Schreibstil. Sie formuliert sehr detailreich und auch poetisch, was mich an manchen Stellen total in ihren Bann, an anderen aber auch etwas abgeschreckt hat.  Manchmal wurde es mir etwas zu viel des Guten. 

Auf den ersten Blick wirken Paisleys und Knoxs Charaktere recht typisch und klischeehaft. Sie, die zielstrebige Sportlerin, die sich nicht ablenken lassen will und er, der beliebte Draufgänger, der sie letztlich doch für sich gewinnt. Ganz so einfach ist es nicht, denn hinter der Fassade der beiden steckt noch so viel mehr. Besonders in Knox anderer Seite hab ich mich sofort verliebt und ihn direkt auf die lange Liste meiner Bookboyfriends gesetzt. Besonders die ehrlichen und tiefgründigen Gespräche zwischen ihm und Paisley fand ich unheimlich schön und berührend. Dafür hat Ayla Dade definitiv ein Händchen.

Das Buch hat mir in jedem Fall ein sehr schönes Leseerlebnis beschert. Am liebsten würde ich mich jederzeit wieder nach Aspen zurück träumen, weshalb ich jetzt auch direkt mit „Like Fire We Burn“ weitermachen werde!

Magpie Society

Titel: The Magpie Society - Die nächste bist du
Autorinnen: Zoe Sugg; Amy McCulloch
Klappentext: Als die 17-jährige Audrey aus den USA neu auf das traditionsreiche britische Internat Illumen Hall kommt, ahnt sie nicht, was auf der Abschlussparty im letzten Sommer passiert ist: Die Leiche einer Schülerin wurde ans Ufer gespült. Ivy, mit der sie das Zimmer teilt, lässt Audrey deutlich spüren, dass sie es lieber für sich alleine hätte. Und damit nicht genug: Es war vorher das Zimmer des toten Mädchens, Lola. Doch als ein mysteriöser Podcast behauptet, Lolas Tod sei kein Unfall gewesen, beginnen die beiden gegensätzlichen Mädchen gemeinsam Nachforschungen anzustellen. Denn offenbar ist ein Mörder auf freiem Fuß …

Rezension: The Magpie Society

Wow! Einfach nur: Wow! Mit "The Magpie Society" habe ich dieses Jahr definitiv ein weiteres Highlight gefunden. Die Buch strahlt eine unheimlich tolle und intensive Atmosphäre aus: Mysteriös, dunkel und rätselhaft. Illumen Hall hat einen unglaublichen Charme und gleichzeitig eine dunkle Vergangenheit, wodurch mich die Schule sofort in ihren Bann gezogen hat. Das Buch ist ein wahrer Pageturner. Jedes Mal, wenn ich das Buch eigentlich zur Seite legen wollte, musste ich noch ein Kapitel lesen und noch eins und noch eins. Der Schreibstil gefällt mir gut. Das Autorinnen Duo schreibt flüssig, tiefgründig und gleichzeitig humorvoll, was es so leicht macht dieses Buch durch zu suchten. 

Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Zum einen aus Aubreys, eine Schülerin aus den USA, die dieses Jahr erstmals nach Illumen Hall kommt und zum anderen aus Ivys, die schon lange Schülerin an der renommierten Schule ist und das verstorbene Mädchen persönlich gekannt hatte. Zu Beginn lassen die beiden sich von Vorurteilen leiten und werden nicht wirklich warm miteinander, doch ein geheimnisvoller Podcast, der die Behauptung aufstellt, Lolas Tod könnte kein Unfall, sondern Mord gewesen sein, bringt sie immer näher zusammen. Die beiden ermitteln gemeinsam und stoßen dabei auf eine uralte Geheimorganisation namens Magpie Society, die viele Fragen aufwirft und vielleicht auch etwas mit Lolas Tod zu tun haben könnte...

Die Freundschaft der beiden gefällt mir sehr gut, da sie realistisch ist und nicht von heute auf morgen entsteht. Was die Liebe angeht, ist sie in diesem Buch natürlich auch ein Thema, wird jedoch eher oberflächlich behandelt und ist kein ausschlaggebender Punkt im Lauf der Geschichte. Normalerweise brauche ich eine gute Lovestory in einem Buch, doch hier steht wirklich der mysteriöse Todesfall im Vordergrund, weshalb ich es nicht weiter schlimm fand.

In jedem Fall kann ich dieses Buch nur empfehlen! Es hat mich aus meiner Leseflaute gezogen und mir wieder einmal gezeigt, warum ich das Lesen so liebe. Leider endet es erstmal mit vielen unbeantworteten Fragen, weshalb ich mich schon riesig auf Band 2 freue !!

Die Sullivan Schwestern

Titel: Die Sullivan Schwestern 
Autorinnen: Zoe Sugg; Amy McCulloch
Klappentext: Aber genau das hat sich in den letzten Jahren geändert. Nun sind da nur noch verschlossene Türen und Dinge, die man einander nicht anvertrauen kann: Die 14-jährige Murphy, ihres Zeichens angehende Magierin, trauert um ihre Schildkröte. Die 17-jährige Claire hat gerade eine gnadenlose Absage von ihrem Traumcollege bekommen. Und die 18-jährige Eileen kämpft mit Dämonen, die immer weiter Besitz von ihr ergreifen. Doch dann setzte ein Brief, der die Schwestern über eine unerwartete Erbschaft informiert, eine Kette von Ereignissen in Gang, die ihrer aller Leben auf immer verändern wird.

Rezension: Die Sullivan Schwestern 

Vorab: Dieses Buch hat mich vollkommen abholen können! Es ist die perfekte Mischung aus Familiendrama, Abenteuer und Emotion und man bekommt einen tollen Einblick in jede Sicht der drei Schwestern, was einen direkt mit in die Geschichte zieht.

Alle drei der Sullivan Schwestern sind auf ihre Weise interessant, mysteriös und haben mit ihren jeweils eigenen Dämonen zu kämpfen. Jede hat eine spannende Geschichte zu erzählen und reagiert auf ihre ganze eigene Weise auf das tragische Geheimnis ihrer Familie. 
Über die Seiten hinweg würden mir jede immer sympathischer. Doch obwohl  ich sie alle drei super fand, ist meine Favoritin war Eileen. Vielleicht weil sie wie ich die älteste von drei Schwestern ist.  

Die Schwestern haben nur ihre Mutter als Verwandte, werden von dieser jedoch schon Jahre sich selbst überlassen. Da die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Eileen, Claire und Murphy geschrieben ist, lernt man jede von ihnen durch ihre Gefühle und Gedanken kennen, wodurch man ihnen sehr emotional und intim begegnet. Das ist vermutlich auch der Grund, warum ich mich irgendwie mit ihnen allen identifizieren und sie gut verstehen kann.

Ich habe eigentlich eine ganz andere Geschichte erwartet, bin jedoch sehr froh, dass ich letztlich mit einem mysteriösen Familiendrama überrascht wurde. Der Schreibstil war äußerst angenehm und gut zu lesen und der Humor genau mein Ding. Die kurzen Kapitel und wechselnden Sichten haben es mir außerdem erleichtert schnell durch die Seiten zu kommen, sodass ich das Buch in wenigen Tagen gelesen hatte. Das Ende war meiner Meinung nach sehr gelungen, realistisch und rund. Das Buch ist nur zu empfehlen! 

Vier Frauen

Titel: Vier Frauen — Jedes. Wort. Eine. Lüge.
Autorinnen: Gina LaManna
Klappentext: In einem luxuriösen Spa-Hotel an der kalifornischen Küste feiert ein Society-Paar die Hochzeit des Jahres. Keine Extravaganz ist zu kostspielig, alles soll perfekt sein. Doch während des Probedinners der Schock. Ein Mann ist tot – ermordet. Der Polizei sitzen vier der weiblichen Gäste gegenüber: Ginger, deren glückliches Familienleben am seidenen Faden hängt. Kate, die sich alles kaufen kann, nur nicht das, was sie sich am meisten wünscht. Lulu, die sich sicher ist, dass ihr Mann sie betrügt. Und Emily, die weiß, dass sie das dunkle Geheimnis aus ihrer Vergangenheit nicht mehr lange wird verbergen können. Alle vier gestehen seelenruhig, den Mann getötet zu haben. Und zwar ganz allein ...

Rezension: Vier Frauen

Wenn vier Frauen den selben Mord gestehen und felsenfest behaupten, dass sie die Tat alleine begannen haben, stellt sich selbstverständlich eine große Frage: Wer lügt?
Die Grundidee des Buches fand ich ziemlich interessant, weshalb ich mich letztendlich dazu entschieden habe, das Buch lesen zu wollen. Auf dem Cover steht zwar Thriller, doch für mich war es mehr ein Roman. Etwas enttäuschend, aber kein allzu großer Kritikpunkt, da der Plot trotzdem sehr interessant war.

Das Buch beschäftigt sich hauptsächlich mit den Lebensgeschichten der vier geständigen Frauen, die alle auf ihre Art besonders und interessant waren. Jede von ihnen hat eine spannende Vergangenheit, was es einem erleichtert durch die Seiten zu finden. Auch der Schreibstil ist flüssig und einfach zu verstehen. Immer wieder gibt es auch Passagen, die dem Verhör angehören, was ich persönlich immer ganz cool fand und gerne gelesen habe.

Ein Kritikpunkt meinerseits ist das Ende des Buches. Nicht, wie es ausgegangen ist, sondern der Weg dorthin. Es gibt Stellen an denen sich das Buch, besonders zum Schluss hin, etwas zieht und das, obwohl man bereits fast sicher sein kann wer das Opfer und wer der Täter ist. Ganz sicher war ich mir zwar nicht, lag letzten Endes aber doch richtig. Das Buch ist für mich für Zwischendurch sehr unterhaltsam und gut durchdacht, allerdings kein Highlight.

Die Schwestern Grimm

Titel: Die Schwestern Grimm
Autorin: Menna Van Praag
Klappentext: Goldie, Lyiana, Scarlet und Bea sind Halbschwestern. Geboren am selben Tag, sind sie die Töchter von verschiedenen Müttern und eines Vaters – des mächtigen Dämons Grimm. Getrieben von dem Wunsch, die Erde zu beherrschen, verlieh er jeder Tochter die Macht über ein Element: Erde, Luft, Wasser und Feuer. Um ihr volles Potenzial zu entfalten müssen sie als erwachsene Frauen in das Reich ihres Vaters zurückkehren. Kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag stehen die Schwestern Grimm vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens: Streben sie nach der dunklen Macht ihres Vaters, oder wollen sie die Welt und die Menschen, die sie lieben vor dem düsteren Grimm retten?

Rezension: Die Schwestern Grimm

Zur kalten Jahreszeit gehören für mich auch irgendwie ein paar düsterere Bücher, zu denen "Die Schwestern Grimm" definitiv zählt. Das Setting und die Atmosphäre in dem Buch fand ich ziemlich genial, da das etwas unheimliche Gefühl super bei mir ankam! 

Die Idee, die hinter diesem Buch steckt, finde ich einfach genial. Sie bietet so viel Potential, das meiner Meinung nach (fast) ganz ausgeschöpft wurde. Der Schreibstil hat mir dabei sehr gut gefallen. Am Anfang musste ich mich etwas daran gewöhnen, genauso wie an die mehreren Perspektiven (Goldie, Lyiana, Scarlet und Bea), doch im Verlauf der Geschichte fand ich ihn super angenehm und spannend. Jede Perspektive ist etwas anders und jede der Halbschwestern auf ihre Art interessant. Der Beginn des Buches hat mich schnell gecatcht. Menna Van Praag schreibt sehr fantasievoll, bildhaft und düster - eine mega Kombi! 

Die Geschwister waren mir nicht alle sofort sympathisch, dafür waren sie aber umso realer. Ich konnte mit ihnen fühlen, hoffen, leiden und mich freuen. Ihre Gefühle kamen sehr gut wieder und die Autorin schafft es gut einem einen Einblick in ihr Inneres zu geben. Was den Inhalt angeht, möchte ich nicht viel verraten. Jedes noch so kleine Detail könnte ein Spoiler sein und ich finde gerade die Unwissenheit macht dieses Buch aus. 

Mein einziger (und großer) Kritikpunkt ist die Länge des Romans, der etwa 600 Seiten fasst. So spannend es auch war, es gab immer wieder ein paar unnötige und lästige Längen. Besonders zum Schluss hin hat sich das Buch immer wieder etwas gezogen, was es mir schwer gemacht hat weiter zu lesen, wodurch ich doch recht lange für alles gebraucht habe. Der stockende Lesefluss hat auch meine Begeisterung während des Lesens etwas gemildert. Dafür war das Ende jedoch wieder sehr gut, weshalb ich es nach wie vor empfehlen würde!

We don´t talk anymore

Titel: We don´t talk anymore
Autorin: Julie Johnson
Klappentext: Josephine Valentine und Archer Reyes sind seit ihrer Kindheit unzertrennlich, obwohl sie doch unterschiedlicher nicht sein könnten: Zwar besuchen beide die elitäre Exeter Academy, aber während Josephine als Tochter reicher Eltern mit Privilegien und Erwartungen aufwächst, muss Archer für seine Chancen und Erfolge kämpfen. Doch als sie bemerken, dass aus ihrer Freundschaft Liebe wird, ändert sich alles zwischen ihnen. Aus Angst, ihre Gefühle könnten nicht erwidert werden, halten Archer und Josephine ihre neuen Empfindungen verborgen. Zu groß ist ihre Sorge, den einen Menschen zu verlieren, der sie vervollständigt. Und dann ist da noch ein dunkler Schatten in Archers Umfeld, von dem Josephine nichts weiß und der all ihre geheimen Träume und Hoffnungen zerstören könnte.

Rezension: We don´t talk anymore

Für gewöhnlich bin ich kein allzu großer Fan von Friends-to-lovers Romanen. In diesem Bereich hat mich We don´t talk anymore wirklich positiv überrascht. Zwischen Josephine und Archer, die seit ihrer Kindheit befreundet, jedoch in zwei vollkommen unterschiedlichen gesellschaftlichen Verhältnissen aufgewachsen sind, herrscht eine ziemlich greifbare und irgendwie interessante Spannung. Es fiel mir leicht die Geschichte rund um die beiden zu lesen, da es nie langweilig wurde und man das gewisse Prickeln, das in der Luft lag, auch durch die Seiten spüren - so sehr Archer seine Gefühle auch zu verbergen versucht. Natürlich gab es viele Klischees, die hin und wieder auch vorhersehbar waren, doch das hat mich nicht weiter gestört, da mir der Schreibstil und die Art wie diese Klischees eingebaut wurden, recht gut gefallen haben.

Archer und Josephine sind beides tolle Charaktere, mit denen ich schnell warm wurde. Josephine wurde von ihren reichen Eltern oftmals vernachlässigt und hat dafür immer viel Zeit mit Archer und seiner Familie verbracht. Sie ist eine sehr liebe, einfühlsame und auch leicht schüchterne Person. Archer ist mehr das Gegenteil. Seine Familie ist weniger vermögend und hat ein paar Probleme, die im Buch behandelt werden. Gegenüber Josephine, die ihm alles bedeutet, ist er im Verlauf der Bücher immer wieder sehr abweisend und kühl, was damit zusammen hängt, dass er sie vor etwas beschützen will. Etwas, das mit seiner Vergangenheit zu tun hat und das ich an dieser Stelle bewusst nicht spoilern möchte. 

Was mich etwas überrascht hat war, dass es ein Young Adult und kein New Adult Buch war. Irgendwie bin ich von letzterem ausgegangen, doch die Gesichte spielt in der High School. Grundsätzlich hab ich nichts gegen Young Adult, musste mich aber erst einmal an diesen Umstand gewöhnen und hab demnach ein paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte rein zu kommen.

Julie Johnson hat es geschafft eine herzzereißende, intensive und emotionale Liebesgeschichte zu schreiben, die vor allem eins ist: wunderschön. Mir hat es wirklich Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Archer und Joesphines Geschichte hat mir super gut gefallen und ich kann sie nur empfehlen. Aber Achtung: Sie endet mit einem fiesen Spoiler. 

Villains Collection

Hörbücher / Gelesen von Tanja Geke
Inhalt:  Schneewittchens Stiefmutter, das Biest, die Meerhexe Ursula, die dunkle Fee Maleficent und Hexe Gothel – diese berühmt-berüchtigten Schurkinnen und Bösewichte teilen ein unheilvolles Schicksal: Sie alle begegnen den drei teuflischen Hexenschwestern Lucinda, Ruby und Martha und verfallen dem Bösen. In ihrer außerordentlichen Verschlagenheit und Tücke gelingt es den drei Schwestern, sich in die Herzen und Gedanken ihrer Opfer einzuschleichen und diese in Hass, Missgunst und Rachefantasien zu verstricken. Doch dann müssen die gemeinen Schwestern selbst um ihr Leben fürchten, denn das von ihnen gesäte Böse kehrt sich gegen sie und schlägt zurück... 
 Enthält: Die Schönste im ganzen Land – Das Biest in ihm – Die Einsame im Meer – Das Geheimnis der Dunklen Fee – Das verzauberte Haar – Das Geheimnis der Schwestern 

Rezension: Villains Collection

Bei der Villains Collection handelt es sich um eine Sammlung der Hörbüchern zu der Disney Villains Reihe aus dem Carlsen Verlag, die die ersten fünf Teile (Die Schönste im ganzen Land – Das Biest in ihm – Die Einsame im Meer – Das Geheimnis der Dunklen Fee – Das verzauberte Haar – Das Geheimnis der Schwestern) enthält.

Ich selbst habe die ersten beide Teile dieser Reihe bereits gelesen und fand sie großartig. Die Geschichte der Bösewichte mal aus ihrer Sicht zu lesen, ist genial und ein Muss für alle Disney Liebhaber! Umso mehr habe ich mich gefreut, gleich alle fünf Teile als Hörbuch hören zu können. Ich habe mit Die einsame im Meer begonnen, also dem 3.Band, und habe mich sofort an die angenehme Erzählstimme von Tanja Geke gewöhnt. Alle vier Teile, die ich bisher kenne, waren super spannend und schön zum lesen/hören. Die Hörbücher sind dabei auch super geeignet, um sie nebenbei laufen zu lassen. Die Storyline ist nicht allzu komplex und man verpasst auch beim Aufräumen nichts wichtiges ;)

Zu den Geschichten an sich möchte ich gar nicht zu viel sagen, außer so viel: Lest/ Hört diese Bücher! Die Villains Collection ist dabei absolut zu empfehlen!

(PS: Ein passendes Bild folgt in Kürze)

Beyond Eternity

Titel: Beyond Eternity 
Autorin: Greta Mílan
Klappentext: Stell dir vor, du verliebst dich unsterblich in einen Typen und erfährst dann, dass du ihn nicht lieben darfst, weil du von einer rachsüchtigen Göttin verflucht wurdest und deine Liebe dich darum das Leben kosten würde. Willkommen in Naylas Welt!

Jupiter, Mars, Minerva, Venus: Die alten römischen Gottheiten spielten in Naylas Leben bisher überhaupt keine Rolle. Doch das ändert sich, als sie einen furchtbaren Autounfall hat – und ihn auf unerklärliche Weise unverletzt überlebt. Als kurz darauf die zwei mysteriösen Typen Philemon und Cyrian an Naylas High School auftauchen, spürt sie, dass die beiden etwas verbergen und auch in ihr selbst ein Geheimnis erwacht. Besonders zu dem unnahbaren Cyrian fühlt Nayla sich auf eine fast magische Weise hingezogen. Doch ihre Gefühle haben keine Zukunft, denn ihre Liebe würde Nayla in Lebensgefahr bringen …

Rezension: Beyond Eternity

          Das Buch hatte mich schon, als ich erfahren habe, dass es um römische Götter geht! Mythologien — egal ob römisch, griechisch oder nordisch, haben mich schon immer fasziniert und ich liebe es, wenn sie in Bücher Thema sind! So auch in Beyond Eternity, an das ich 
dementsprechend hohe Erwartungen hatte, die es jedoch super erfüllt hat! 

Beginnen wir am Einstieg, dieser fiel mir zuerst leider etwas schwer… Die ersten Seiten gingen runter wie heißes Öl, denn ich war neugierig und begeistert, leider hat sich der Anfang dann aber etwas gezogen. Mir hat es etwas zu lange gedauert bis Nayla endlich herausgefunden hat, dass etwas mit ihr nicht normal ist und dann hat es auch noch einmal recht lange gedauert, bis sie dann auch wusste bzw. akzeptiert hat warum und was an ihr nicht normal ist… 

Jetzt aber zu den Sachen, die mich begeistert haben, denn andere Kontras habe ich nicht mehr. Erst einmal zum
Schreibstil, der flüssig, bildhaft und leicht zu lesen war. Sich in das Geschehen und in Naylas Welt zu finden war überhaupt kein Problem und ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, als würde mich der Schreibstil abschrecken. Auch die Charaktere fand ich super. Hier und da gibt es ein paar Klischees, doch diese sind gut eingebaut und machen die Prota sowie ihre Mitmenschen super interessant und auch sympathisch! Jeder ist auf seine Art etwas anders und macht neugierig! Auch die Storyline gefiel mir super gut. Die Rachegöttin Thematik fand ich genial, besonders, weil ich sie so noch nicht in Büchern gesehen habe! Es war spannend bis zum Schluss, nach dem ich unbedingt Band 2 auch lesen muss!!! Ich hab das Gefühl alles was ich sagen würde, würde Spoilern, deswegen belasse ich es dabei: Lest dieses Buch!
        

Wer das Feuer entfacht

Titel: Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen
Autorin: Paula Hawkins
Klappentext: Auf einem Hausboot in London wird die Leiche eines brutal ermordeten jungen Mannes gefunden. Besonders drei Frauen geraten danach ins Visier der Ermittlungen.
Laura, die aufgewühlt wirkende junge Frau, die nach einem One-Night-Stand mit dem Opfer zuletzt am Tatort gesehen wurde. Carla, die Tante des Opfers, bereits in tiefer Trauer, weil sie nur Wochen zuvor eine Angehörige verlor. Und Miriam, die neugierige Nachbarin, die als Erste auf die blutige Leiche stieß und etwas vor der Polizei zu verbergen scheint.
Drei Frauen, die einander kaum kennen, mit ganz unterschiedlichen Beziehungen zum Opfer. Drei Frauen, die aus verschiedenen Gründen zutiefst verbittert sind. Die auf unterschiedliche Weise Vergeltung suchen für das ihnen angetane Unrecht. Wenn es um Rache geht, sind selbst gute Menschen zu schrecklichen Taten fähig. Wie weit würde jede einzelne von ihnen gehen, um Frieden zu finden?

Rezension: Wer das Feuer entfacht

Wer Paula Hawkins kennt, weiß, dass die Autorin wirklich wahnsinnig gute und spannende Bücher schreiben kann. Girl on the train war in meinen Augen ein Meisterwerk, weshalb ich Wer das Feuer entfacht natürlich nicht widerstehen konnte. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, allerdings muss ich gleich sagen, dass dieses Buch für mich nicht an Girl on the train herankommt.

Was mich sofort überzeugen konnte, war der packende und spannende Erzählstil der Autorin. An die Erzählart musste ich mich zwar erst wieder etwas gewöhnen, doch ich kannte sie ja schon aus ihren vorherigen Büchern und finde sie einfach genial. Es fiel mir wirklich schwer das Buch aus den Händen zu legen, da ich zu fast jedem Zeitpunkt unbedingt wissen wollte, was als nächstes passiert.

Besonders gut hat mir auch der Charakterbau gefallen. Im Visier der Ermittlungen stehen ja drei Frauen, die alle recht verschieden sind, alle jedoch etwas mit dem Opfer zu tun hatten. Auf den ersten Blick würde man vermutlich nicht vermuten, dass eine der Frauen überhaupt in der Lage wäre, jemanden umzubringen, umso näher man blickt, desto weniger unwahrscheinlich wird diese Annahme jedoch. Die Charaktere sind in jedem Fall vielfältig und super interessant gestaltet. Meine Favoritin der drei war ja Miriam, einfach, weil ich sie von Anfang an super spannend und geheimnisvoll fand und unbedingt mehr über sie erfahren wollte! Wie auch Laura hat sie psychisch einen kleinen Knacks weg, was von der Autorin so unglaublich gut umgesetzt wird! Super toll fand ich auch Irene, die Mutter des Ermordeten, die auf den ersten Blick wie eine harmlose 80 Jährige wirkt, in Wahrheit aber so viel mehr zu bieten hat!

Die Tatsache, dass jeder der Verdächtigen etwas mit dem Mord zu tun haben könnte, macht die Sache umso spannender. In der einen Sekunde gibt es ein Motiv, dann aber doch wieder nicht. Gerade denkt man noch, man hat die Geschichte durchschaut, steht im nächsten Moment aber schon wieder auf dem Schlauch. Jeder könnte der Mörder sein und dann irgendwie doch keiner mehr. Dieses Schema zieht sich durch das ganze Buch, was es so unglaublich spannend macht! Man will unbedingt wissen, wer der Mörder ist und ich sage euch gleich, dass ihr auf hundert falschen Fährten tappen werdet, bevor ihr das Rätsel löst! 


Als die Stadt in Flammen stand

Titel: Als die Stadt in Flammen stand
Autorinnen: Kimberly Jones, Gilly Segal
Klappentext: Lena hat Stil, einen coolen Freund und einen Plan. Campbell dagegen will einfach nur das Jahr an der neuen Schule schaffen. Als die Mädchen ein Footballmatch besuchen, geraten sie plötzlich in eine Masseneskalation. Eine Eskalation, die von Hass und Gewalt getragen ist und bei der sich beide unverhofft Seite an Seite wiederfinden. Lena und Campbell sind nicht befreundet. Doch das ist unwichtig, wenn die Stadt in Flammen steht und man aufeinander angewiesen ist, will man die Nacht überleben ...

Rezension: Als die Stadt in Flammen stand

Mein Gefühl hat mir von Beginn an gesagt, dass mich dieses Buch länger begleiten würde, als die Zeit, die ich brauche, um es zu lesen und das ist auch so. Als die Stadt in Flammen stand ist eines dieser Bücher, die einen einfach nicht los lassen, auch wenn man sie beendet. In dem Buch geht es um Rassismus, Armut, gesellschaftliche Disparitäten und Ungerechtigkeit. Auch Polizeigewalt und Black Lives Matter spielt eine große Rolle.

Das Buch hat mich stark an The hate u give von Angie Thomas erinnert, dass mich heute noch nachdenken lässt und in mir wirklich etwas bewegt hat. Ganz große Empfehlung an dieser Stelle!

Jetzt aber zu meiner Meinung zu diesem Buch, beginnend mit dem Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat. Die Autorinnen schreiben klar und deutlich, keine komplizierten oder ellenlange Sätze, die man mehrmals lesen muss. Und doch geht die Tiefe ihrer Worte in keinem Fall verloren. Ihre Erzählart ist einfach, aber eindringlich und in jedem Fall flüssig zu lesen. Die Sätze sind leicht zu lesen, das gelesene jedoch nicht immer einfach zu verdauen.

Im Vordergrund des Geschehens stehen zwei Mädchen. Lena und Campbell haben wenig miteinander zu tun und auf den ersten Blick auch nicht viel gemeinsam. Die beiden lernen sich gezwungen kennen, als bei einem Spiel Unruhen ausbrechen und sie gemeinsam ihren Weg nach draußen finden müssen. Die beiden müssen zusammenarbeiten und sich dabei Vorurteilen, Ängsten und Konflikten stellen. In meinen Augen hatten beide ihre sympathischen und unsympathischen Momente, was jedoch nicht weiter schlimm war, weil sie so nur umso echter und realistisch herüberkamen. In meinen Augen steht die Sympathie der beiden Protagonistinnen in diesem Buch nicht im Vordergrund, weshalb ich es auch im Nachhinein nicht schlimm fand, dass ich nicht ganz mit ihnen warm geworden bin.

Als Leser verfolgt man das Geschehen zwar von außen, ist aber trotzdem irgendwie mittendrin. An manchen Stellen musste ich wirklich kurz Pause machen, innehalten und reflektieren. Man denkt sich vielleicht, dass man gerade ja "nur" ein Buch liest, doch wenn man über die gesellschaftlichen Probleme nachdenkt, die innerhalb des Verlaufs aufgezeigt werden, fällt einem auf, dass sie realer und aktueller sind als sie sein sollten. Das Buch ist zwar kurz, doch wenn man zwischen den Zeilen liest, scheint es nie aufzuhören. Die Themen, die man findet, wenn man genau hinsieht, sind auch in unserem Leben gegeben und es in meinen Augen wert einmal wirklich darüber nachzudenken, was unsere Gesellschaft ausmacht und wie wir uns verhalten. 

Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau

Titel: Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau
Autorin: Karma Brown
Klappentext: Alice, frisch verheiratet, zieht mit ihrem Mann in einen schicken Vorort im Norden New Yorks. Doch die viel zu große, adrette Villa ist ihr von Anfang an unbehaglich. Als sie im Keller ein mit persönlichen Kommentaren gespicktes Kochbuch aus den 1950er-Jahren auffindet, beginnt sie sich für Nellie, die Vorbesitzerin des Hauses, zu interessieren. Alice kocht sich — zunächst nur aus Langeweile — in die Vergangenheit zurück. Bis sie anhand von Briefen entdeckt, dass Nellies Leben (und ihre Rezepte) ein düsteres Geheimnis bergen. Mit fatalen Folgen für Alice und ihren Mann ...

Rezension: Todsichere Rezepte für die moderne Hausfrau

Das Buch hat mich positiv überrascht! Das Genre passt nicht ganz zu dem, was ich sonst lese, doch dem Klappentext konnte ich dennoch nicht widerstehen. Und siehe da, ich wurde nicht enttäuscht! Das Buch hat mir ein paar sehr schöne Lesestunden geschenkt, die mich durch alle möglichen Emotionen jagten. Das Buch ist humorvoll, entrüstend, schockierend, irgendwie traurig und doch fand ich es toll.

Dank des Schreibstils kann man den Gefühlen der Protagonistinnen gut folgen und bekommt die recht gedrückte Stimmung sehr gut vermittelt. Zu Beginn der Kapitel sind immer wieder kleine Zitate des letzten Jahrhunderts angebracht worden, die mich schmunzeln wie den Kopf schütteln ließen. Alles war gleichzeitig absurd wie realistisch, eben der Alltag, dem eine Hausfrau zu dieser Zeit ausgesetzt war und es (leider) teilweise heute noch ist.

Die verschiedenen Perspektiven von Alice (2018) und Nellie (1950) fand ich super. Beide waren mir super sympathisch und beide befanden sich in einer ähnlichen Situation, wenn auch fast siebzig Jahre dazwischen liegen. Hin und wieder hätte ich mich gerne in das Geschehen geschmuggelt, um Alice einmal kräftig zu schütteln. So froh ich auch bin, dass sich das Frauenbild in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt hat, gibt es immer noch viele Situationen, in denen man davon wenig mitbekommt. Es dann noch einmal im direkten Vergleich zu sehen und sich in eine Hausfrau der 50er Jahre zu versetzen, macht mich an manchen Stellen dann doch noch recht fassungslos. 

Viel habe ich zu dem Buch gar nicht zu sagen, außer dass es eine tolle Idee mit gelungener Umsetzung ist! Super spannend und "todsicher" äußerst überraschend! Für Zwischendurch auch eine super Empfehlung! Besonders für diejenigen, die wie ich gerne mal in andere Genre schnuppern!

Sommernacht

Titel: Sommernacht
Autorin: Lucy Foley
Klappentext: Eine abgelegene Insel vor der wilden Küste Irlands: An einem Sommertag versammeln sich Familie und alte Freunde, um die Hochzeit von Julia und Will zu feiern. Alles ist bis ins kleinste Detail geplant, es soll ein rauschendes Fest werden – doch der Wind dreht, und ein heftiger Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab. Bald macht das Gerücht die Runde, dass dieser Ort ein schreckliches Geheimnis verbirgt. Und auch unter den Gästen dringen immer unaufhaltsamer alte Feindseligkeiten und lang begrabene Geheimnisse ans Licht. Dann wird einer der Feiernden tot draußen im Moor gefunden. Und die Situation auf der Insel eskaliert ...

Rezension: Sommernacht

Ich liebe ja Thriller, also konnte ich bei diesem Klappentext gar nicht Nein sagen! Dementsprechend hab ich mir großes von dem Buch erhofft und was soll ich sagen, ich hab großes bekommen!

Der Schreibstil von Lucy Foley ist äußerst mitreißend und spannend. Jedes mal dachte ich mir "ach, nur noch ein Kapitel" und plötzlich waren es zehn mehr. Ein wahrer Pageturner, den man nur schweren Herzens aus der Hand legt. Die Spannung hat zu keiner Sekunde gefehlt. Immer wenn ich mir dacht, ok, jetzt zieht es sich etwas, kam die nächste Offenbarung und ich war wieder direkt im Bann des Buches! Mehr will ich gar nicht auf den Inhalt eingehen, schließlich möchte ich nicht spoilern. Überzeugt euch lieber selbst davon, wie gut es ist! Die Charaktere waren außerdem super interessant! Sie hatten wirklich Tiefe und waren jeder für sich authentisch und vielseitig. Auch wenn ich nicht jeden mochte, fand ich sie allesamt genial und gut gestaltet!

Ein Kritikpunkt, den ich oft bei Thrillern habe ist das Ende. Ehrlich gesagt hatte ich auch hier etwas Angst davor, was vollkommen unbegründet war. Das Ende war super, stimmig und keineswegs überstürzt oder unrealistisch. Ich konnte also gut mit dem Buch abschließen, auch wenn ich gerne noch weiter gelesen hätte. Ein Glück, dass Sommernacht nicht das einzige Buch der Autorin ist ;)

Light Years

Titel: Light Years - Die Gefährten
Autorin: Kass Morgan
Klappentext: Die Quatra-Flotten-Akademie ist die absolute Eliteschule des Universums. Um Angriffe der mysteriösen Sylvaner abwehren zu können, öffnet sie erstmals die Tore für Studenten aller Planeten. Darunter ist die kluge Vesper – Tochter der Direktorin und unter dem ständigen Druck, sich beweisen zu müssen. Doch im entscheidenden Test wird sie vom Außenseiter Cormak geschlagen. Dass Vesper Gefühle für ihn entwickelt, macht sie nur noch wütender. Zum Glück freundet sie sich rasch mit den beiden weiteren Mitgliedern ihrer Einheit an: Arran und Orelia. Nach außen sind die vier bald das perfekte Team im Kampf gegen die Sylvaner. Doch zwei von ihnen verbergen ein dunkles Geheimnis ...

Rezension: Light Years

Das Buch hat mir wirklich wirklich gut gefallen. So gut, dass es sich innerhalb von zwei Tagen weglesen ließ. Der Schreibstil war angenehm, außerdem war es nach den ganzen Ich-Perspektiven auch mal wieder schön ein Buch in der dritten Person zu lesen.

Die Thematik hat mir sofort gefallen: Das All, ein neues Sonnensystem, neue Planeten und eine Akademie, die Schüler zu Piloten und Offizieren in der Flotte ausbildet. Klingt genial, nicht? Nichts anderes hatte ich von Kass Morgan erwartet, die schließlich eine meiner allerliebsten Serien ins Leben geholt hat.

Die Charaktere (es gibt 4 Protagonisten, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird) waren mir alle auf ihre eigene Weise sympathisch, der eine sofort, der andere eben nach ein paar Seiten. Sie waren authentisch und interessant, haben alle eine Geschichte zu erzählen und noch wichtiger: auch eine zu schreiben. Obwohl sie alle ihre eigenen Päckchen zu tragen haben und nicht ganz die gleichen Ziele vertreten, haben sie doch etwas gemeinsam, was sie letztendlich zusammen wachsen lässt: Nämlich die Akademie. Das Konzept dieser Schule hat mir sehr gut gefallen und auch die verschiedenen Planeten, die nicht unbedingt gut aufeinander zu sprechen sind, fand ich ziemlich interessant.

Langweilig wurde das Buch nie, allerdings hat mir hin und wieder dann aber doch die brennende Spannung gefehlt, die ich mir erhofft hatte. Meiner Meinung nach hätte das Buch ruhig etwas länger sein können, damit man die Geschichte etwas detaillierter verfolgen hätte können. So ging alles manchmal etwas schnell. Eine Liebe war schnell geknüpft und ein Streit mal eben schnell verflogen — genau da haben mir die intensiven Emotionen gefehlt, die dem Buch das letzte Fünkchen an Spannung verliehen hätten.


Nichtsdestotrotz ein tolles Buch! Ich freue mich auf die Fortsetzung, besonders, da das Buch nicht völlig abgeschlossen endet. Es juckt mich in den Fingern weiter zu lesen — leider geht das noch nicht.

Die Stadt ohne Wind

Titel: Die Stadt ohne WInd - Arkas Reise
Autorin: Eleonore Bevillepoix
Klappentext: Mit ihrem treuen Pferd ist Arka auf dem gefährlichen Weg in das sagenumwobene Hyperborea. Die dreizehnjährige Kriegerin sucht dort ihren Vater, den sie noch nie gesehen hat. Die Stadt ist ein geheimnisvoller Ort, sie liegt im rauen Gebirge und wird von einer magischen Kuppel geschützt, die nicht nur Feinde abwehrt, sondern auch die kalten Winde der schneebedeckten Gipfel. Und außerdem die letzte Stadt der Welt, in der Magie noch erlaubt ist. Einer der mächtigen Magier soll Arkas Vater sein. Doch das abgeschottete Leben der großen Magier in den hohen Türmen macht es Arka fast unmöglich, ihn zu finden. Einen überraschenden Verbündeten findet sie in dem Magier Lastyanax. Der talentierte und ehrgeizige junge Mann hat es aus der Armut zum Minister geschafft. Und auch er verfolgt eine Mission: Er sucht einen Mörder, der in der Stadt sein Unwesen treibt und sogar seinen früheren Mentor getötet hat. Doch wie sollen sie einen Täter finden, der keine Spuren hinterlässt außer einem eisigen Windhauch? Und welches Rätsel steckt hinter Arkas Herkunft?

Rezension: Die Stadt ohne Wind

Zurzeit schwärme ich immer über die wunderschönen Cover, die meine Reziexemplare haben, was bei diesem Buch nicht anders ist. Ich meine hallo? Wie schön kann ein Buch eigentlich sein? In echt kommen die goldenen Details noch viel besser zum Vorschein! Abgesehen davon misst das Buch über 500 Seiten, ist also doch ein ganz schöner Brummer, von dem ich euch gleich sagen kann, dass er nichtsdestotrotz nicht langatmig war.

Aber beginnen wir wie immer mit dem Inhalt. In "Die Stadt ohne Wind" begleiten wir die junge Arka, die in die Stadt ohne Wind namens Hyperborea reist, um ihren Vater zu finden, den sie nie kennengelernt hat. Ihr Abenteuer geht ziemlich schnell los und sie findet sich einer Welt von Gefahren, Intrigen und Magie wieder. Relativ früh lernt sie dabei Lastyanax kennen, der von nun an mit ihr auf der Suche ist.

Der Schreibstil von Eleonore Devillepoix gefällt mir recht gut, auch wenn ich mich erst einmal an ihn und die ganzen neuen Eindrücke gewöhnen musste. Am Anfang ist es etwas viel auf einmal, aber ich habe sehr schnell rein gefunden und hatte dann quasi den Dreh raus. Arkas Welt ist wirklich vielfältig und wahnsinnig interessant - Genau das, was eine gute Fantasywelt eben aus macht. Ich habe mich dort sehr schnell zurecht gefunden und konnte dank der bildhaften Beschreibungen und dem mitreißenden Schreibstil einwandfrei in diese Welt abtauchen.

Arka ist eine sehr kämpferische Protagonisten, was ich immer super finde. Sie ist mutig, entschlossen und hat das Herz am rechten Fleck, was es einem einfach macht sie zu mögen und mit ihr mitzufiebern. Auch mit Lastyanax wurde ich schnell warm, er ist in meinen Augen ein ziemlich interessanter Charakter, über den man nie alles weiß, aber unbedingt mehr erfahren will!

Schlussendlich muss ich sagen, dass die Geschichte wirklich genial war. Von Seite zu Seite wurden immer neue Dinge enthüllt, man stellte sich neue Fragen oder war plötzlich total vor den Kopf gestoßen. Langeweile gibt es auf den 500 Seiten also nicht. Nichtsdestotrotz ist es eben ein Fantasy Roman und die richtige Portion an Romance, die ich sonst so liebe, habe ich leider missen müssen - was keine große Überraschung war und ich auch nicht anders erwartet hätte. Ich liebe das Genre Fantasy trotzdem und kann jedem anderen Liebhaber dieses Buch empfehlen! Leider war es dennoch kein Highlight, wobei ich gar nicht genau sagen warum, aber mein Bauch sagt mir vier Sterne.

Bevor ich dich sah

Titel: Bevor ich dich sah
Autorin: Emily Houghton
Klappentext: Als Alice Gunnersley ausgerechnet das Krankenhausbett neben dem immer gut gelaunten Alfred Mack zugeteilt wird, kann sie ihr Pech kaum fassen. Denn während Alfie in einer Tour quasselt, will Alice einfach nur ihre Ruhe haben. Seit sie mit schweren Verbrennungen ins St.-Francis-Hospital eingeliefert wurde, spricht sie mit niemandem, vermeidet jeden Blick in den Spiegel und hält den Vorhang, der ihr Bett vom Rest der Station trennt, fest verschlossen. Als sie eines nachts jedoch hört, wie Alfred heftige Albträume quälen, wird ihr klar, dass sie nicht die einzige ist, die mit ihrem Schicksal hadert. Von nun an teilen sie Nacht für Nacht ihre Ängste und Sorgen miteinander. Gemeinsam stellen sie fest, dass es in Ordnung ist, wenn das Leben mal nicht in Ordnung ist. Dass die unsichtbaren Verletzungen oft mehr weh tun als die sichtbaren. Dass die Welt da draußen manchmal mehr Mut erfordert als ein Krankenhausaufenthalt. Und dass man sich in einen Menschen verlieben kann, ohne ihn je gesehen zu haben…

Rezension: Bevor ich dich sah

In dem Buch begleiten wir Alice Gunnersley, die mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Dort spricht sie mit niemanden, vermeidet sogar Blickkontakt und macht den Vorhang vor ihrem Bett unter keinen Umständen auf. Als sie jedoch eines Nachts Alfred hört, der von Albträumen geplagt wird, stellt sie fest, dass nicht nur sie mit ihrem Schicksal und mit Ängsten zu kämpfen hat. Es dauert eine Weile, doch die beiden beginnen ihre Ängste miteinander zu teilen, sich ihren Kummer von der Seele zu reden und auch zu verlieben ohne sich jemals gesehen zu haben.

Emily Houghton hat einen unglaublich traumhaften Schreibstil. Sie schreibt ruhig, einfühlsam und auf einer Art poetisch, die einem direkt unter die Haut geht. Diese Geschichte ist unglaublich tiefgründig und herzerwärmend zugleich, dass ich am liebsten noch einmal reset drücken würde, um sie von vorne zu lesen. Dieses Buch hat mich wirklich lachen und weinen lassen (vielleicht nicht wortwörtlich, aber ich habe beim Lesen so viele Emotionen verspürt wie schon lange nicht mehr). 

Alice und Alfred sind für mich total Wohlfühlcharaktere — sie beide haben viel durchgemacht, erleben im Lauf der Geschichte aber eine tolle Charakterentwicklung. Besonders Alice lernt aus sich rauszukommen, nicht alles in sich hinein zu fressen und besonders, dass es ok ist Angst zu haben und dass es gut ist diese zu teilen. In diesem Roman steckt ganz viel Wahres und Wichtiges und ein kleiner Funken Mut, den jeder von uns auch in der realen Welt gebrauchen kann!

Haltet unbedingt die Taschentücher bereit, wenn ihr nah am Wasser gebaut seit, denn diese Geschichte wird euer Herz definitiv zum Schmelzen bringen! Ich würde „Bevor ich dich sah“ 4,5 Sterne geben und ganz klar in die Kategorie Herzensbuch einordnen! In Zukunft will ich unbedingt wieder was von Emily Houghton lesen!

Wilde Saat

Titel: Wilde Saat
Autorin: Octavia Butler
Klappentext: Doro ist ein Unsterblicher, der seit der Zeit der Pharaonen auf unserer Welt ist. Er beherrscht die Fähigkeit, menschliche Körper zu übernehmen, so meisterhaft, dass er nicht getötet werden kann. Seit tausend Jahren greift Doro immer wieder in die Geschicke eines kleinen afrikanischen Dorfes ein. Er entscheidet, wer mit wem Kinder zeugen darf, um so einen perfekten Menschen zu züchten. Doch eines Tages verwüsten Sklavenhändler sein Dorf und nehmen Doros »Kinder« mit in die Neue Welt. Als der Unsterbliche ihnen hinterherreist, macht er eine unglaubliche Entdeckung: Anyanwu, eine Gestaltwandlerin und Heilerin und ebenso unsterblich wie er. Sie könnte der Schlüssel zu Doros Plänen sein – doch Anyanwu hat ihre eigenen Pläne, und so beginnt ein Kampf zwischen zwei Halbgöttern, der die Zukunft der gesamten Menschheit für immer verändern wird.

Rezension: Wilde Saat

Nachdem ich schon ewig keinen Science-Fiction Roman mehr gelesen habe, habe ich mich riesig auf dieses Buch gefreut! Besonders das Cover ist ja wohl schon mal ein absoluter Hingucker!

In "Wilde Saat" begleiten wir den unsterblichen Doro, der alles tut, um seine Unsterblichkeit aufrecht zu erhalten - auch Menschen "züchten", um sie perfekt zu machen. Dann begegnet er Anyanwu, die ebenfalls unsterblich ist. Sie könnte ihm helfen bei seiner Reise in die neue Welt und dabei einen perfekten Menschen zu erschaffen - könnte ihn aber auch für immer vernichten.

Zuvor habe ich noch kein Buch von Octavia Butler gelesen, habe aber schnell festgestellt, dass ihr Schreibstil sehr angenehm und flüssig zu lesen ist. Sie beschreibt Doros Welt sehr bildhaft und vielfältig, sodass man sie wirklich greifen konnte und sich mittendrin befunden hat. Die Spannung war von der ersten Seite an da und ist mit Doros Reise stetig gestiegen. Besonders gefallen hat mir das Aufeinandertreffen der beiden Unsterblichen, was ziemlich intensiv war. Die beiden haben für mich eine mega krasse Ausstrahlung und ich konnte mir wirklich gut vorstellen wie viel Spannung bei ihnen meist in der Luft lag. Butler erzählt nicht nur mitreißend, sondern bringt dabei auch echt immer wieder tolle Zitate und auch Weisheiten mit ein, die im Nachhinein wirklich zum Nachdenken anregen. Es ist also alles andere als oberflächlich.

Auch wenn Doro und Anyawu nicht zu meinen liebsten Protagonisten zählen, fand ich es super sie auf ihrer Reise zu begleiten und ihr Verhalten mega interessant. Mit ihnen wurden zwei großartige Charaktere geschaffen und um sie herum eine großartige Welt! Wenn ich einen Kritikpunkt nennen muss, dann die Länge ihrer Reise. Obwohl die Spannung nie ganz weg war, gab es doch Passagen an denen ich das Buch gerne mal weggelegt hätte. Die zwei schienen nie zu einem Ende zu kommen und als es dann da war, blieb ich doch etwas unbefriedigt zurück. Der Schluss war im Vergleich zum Rest doch etwas schwach, ich hätte es mir etwas epischer gewünscht.

Alles in einem aber ein tolles Buch! Science-Fiction ist für mich immer ein hm-naja Genre gewesen und wird das vielleicht auch bleiben, aber (!) dieses Buch hat wirklich Potential mich eines besseren zu belehren.

Kate in waiting

Titel: Kate in waiting - Liebe ist (nicht) nur Theater
Autorin: Becky Albertalli
Klappentext: Anderson ist Kates bester Freund. Seit sie denken können, teilen die beiden einfach alles: die Leidenschaft für Musicals, die Höhen und Tiefen des Alltags und sogar ihre Schwärmereien..
Doch als Matt Olsson in ihrem Theater-Kurs auftaucht, wird ihre Harmonie empfindlich gestört. Denn Matt ist nicht nur ausgesprochen talentiert und mehr als nur ein bisschen attraktiv – er ist auch haargenau Kates Typ. Die Sache hat allerdings einen gewaltigen Haken: Auch Anderson ist völlig hin und weg von Matt …

Rezension: Kate in waiting

    Bevor ich auf die Geschichte eingehe, muss ich erst einmal meine Liebe zu diesem wunderschön gestalteten Cover ausdrücken! In echt glitzert es sogar - Ich bin wirklich hin und weg! Auch die Aufmachung der Kapitel, die in Szenen verfasst wurden wie es eben im Theater üblich ist, fand ich ein sehr schönes Detail! 

Jetzt zur Geschichte: Becky Albertalli konnte mich schon mit "Love, Simon" absolut überzeugen, weshalb ich für dieses Buch ebenso große Erwartungen hatte. Jetzt kann ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht!

In "Kate in waiting" begleiten wir Kate, die sich in den neuen Schüler Matt verguckt. Das Problem? Auch ihr bester Freund Anderson, mit dem sie wirklich ein Herz und eine Seele ist, hat ebenfalls ein Auge auf Matt geworfen... Die Freundschaft der beiden wird dadurch auf eine harte Probe gestellt, obwohl sie sich geschworen haben, dass sich niemand - auch nicht Matt! - zwischen sie stellen darf.

Am Anfang fiel es mir etwas schwer in die Geschichte reinzukommen. Im Nachhinein kann ich aber wirklich nicht sagen woran das lag, denn eigentlich war der Anfang direkt super genial, witzig und spannend. Das Buch ist generell in einem sehr angenehmen und vor allem humorvollen Schreibstil geschrieben. Wir erleben alles aus Kates Perspektive und kriegen dabei jeden Gedankengang mit, was hin und wieder ziemlich amüsant war. Sie ist hin und hergerissen, denn obwohl sie eindeutig in Matt verknallt ist, will sie trotzdem eine gute Freundin für Anderson sein, der ja ebenfalls etwas verschossen ist. Kate war mir dabei recht schnell sympathisch, obwohl sie, um es nett auszudrücken, hin und wieder etwas blind ist.

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass das LGBTQ+ Thema so eingebaut wurde, dass es etwas Normales ist (Was es ja auch sein sollte!). Anderson geht mit seiner Sexualität total offen um und sein Charakter zeigt einem, dass Sexualität nichts mit der Persönlichkeit eines Menschen zu tun hat. Außerdem wird er von seinen Freunden so akzeptiert wie er ist und nicht für den "Schwulen" gehalten, sondern einfach für ihren besten Freund Anderson, der nun einmal schwul ist. Diese Formulierung aus dem Buch ist mir bis jetzt hängen geblieben, weil sie einfach so wahr ist.

Alles in einem ein herrlich schönes Buch, mit ganz viel Humor und der richtigen Prise an Ernsthaftigkeit und Aufklärung! Absolut zu empfehlen!
        

Lovely. Pretty. Sexy.

Titel: Lovely. Pretty. Sexy - Drei heiße Kurzgeschichten
Autorin: J. Kenner
Klappentext: Sie sind stark, sie sind gefährlich – und unfassbar gutaussehend! Pierce Blackwell und die Brüder Cayden und Connor Lyon haben eine Sicherheitsfirma gegründet: Zusammen bauen sie Blackwell-Lyon Security auf und sind fest entschlossen, jede freie Sekunde in die Arbeit zu stecken. Beziehungen sind da im Moment kein Thema, denn sie erfordern Zeit, wie die drei in der Vergangenheit immer wieder gemerkt haben. Ihr Einsatz zahlt sich aus, die Firma wird immer erfolgreicher. Doch so ganz können die drei dann doch nicht auf Frauen verzichten: Sexy Flirts, tiefe Blicke und heiße Nächte bleiben nicht aus. Und während die Flammen der Leidenschaft immer höher lodern, entwickeln sich Gefühle, mit denen keiner der drei Männer gerechnet hätte …

Rezension: Lovely. Pretty. Sexy.

Nachdem ich den ersten Band "Lovely little liar" bereits als E-Book gelesen habe, kam der Sammelband in Taschenbuchform wie gerufen, da mir Band eins schon recht gut gefallen hat. Die Geschichte rund um Pierce Blackwell fand ich dabei wirklich gelungen. Für gewöhnlich bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichten, da ich Charaktere und deren Entwicklung lieber über mehrere Seiten hinweg verfolge, doch die Blackwell-Lyon Geschichten haben es in sich! Alle drei Bände sind vor allem eins: Spannend, sexy und mitreißend. Dabei wirken sie nicht klischeehaft oder grenzwertig unrealistisch, was ich zuerst befürchtet hatte. Um genau zu sein hatten die Plots in meinen Augen das perfekte Maß an Klischee und Neuem, sodass es nicht allzu vorhersehbar war und trotz dem ein oder anderem absehbaren Element spannend blieb. Der Schreibstil ist in allen drei Bänden angenehm und flüssig zu lesen. Gegen Ende hin wird er in meinen Augen sogar noch etwas stärker, weshalb der letzte Teil "Sexy little sinner" auch mein liebster des Sammelbands war. J. Kenner bringt auf wenigen Seiten (ca. 150 pro Kurzgeschichte) die Gefühle und Emotionen der Charaktere ziemlich gut rüber und ich konnte mich in überraschend kurzer Zeit ziemlich gut in eben diese hinein versetzen. Dem Buch fehlt es in dieser Hinsicht also definitiv nicht an Tiefe und Intensität. Wie für eine Kurzgeschichte üblich verlief die Romanze natürlich etwas schneller als man es im normalen Leben wohl gewohnt wäre, was ich immer etwas schade finde. Etwas mehr Aufmerksamkeit hätte ich mir für die Beziehung zu den Nebencharakteren gewünscht, wobei auch diese in Kurzgeschichten leider schnell mal unter gehen. Wenn man von diesen Aspekten mal absieht, die für Kurzgeschichten eben üblich sind, haben mir alle drei Bände ziemlich gut gefallen. Die Leichtigkeit, die in ihnen liegt, macht es einem einfach sie nebenbei und in kurzer Zeit zu lesen und sie machen in jedem Fall richtig Spaß!

Beste Freundin

Titel: Beste Freundin - Niemand lügt so gut wie du 
Autorin: Claire Douglas
Klappentext: Als Kinder waren Jess und Heather die allerbesten Freundinnen. Sie teilten alles miteinander. Bis ein einziger Tag ihre Freundschaft unwiderruflich zerstörte. Jahre später kehrt Jess in ihre idyllische Heimatstadt an der Küste Englands zurück. Dort soll sie die Berichterstattung zu einem brutalen Doppelmord übernehmen. Doch als Jess erfährt, dass Heather die Hauptverdächtige ist, ist sie fassungslos. Kann ihre beste Freundin von damals eine eiskalte Mörderin sein? Jess beginnt zu recherchieren und stellt mit Grauen fest, dass alle Hinweise zu dem Tag führen, den sie für immer aus ihrem Leben streichen wollte. Der Tag, an dem Heathers Schwester spurlos verschwand und sie alle ins Unglück stürzte …

Rezension: Beste Freundin

Das Buch klingt wirklich vielversprechend und allein der Klappentext bietet so viel Potential! Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ja, sie wurden zu einem großen Teil erfüllt!
Der Thriller ist wirklich gut aufgebaut und durchdacht. Es gibt unzählige Mysterien und Geheimnisse. Jedes mal dachte ich mir, dass ich das Buch durchschaut hätte, doch schon beim nächsten Hinweis waren meine Lösungsansätze hinfällig. Dazu kommt noch die Protagonistin, die ich super interessant fand. Denn natürlich hat auch sie das ein oder andere Geheimnis, wobei sie doch eigentlich diejenige ist, die das Rätsel lösen will. Es war angenehm ihrer Perspektive und Gedankengängen zu folgen, wobei es der Schreibstil der Autorin einem auch recht einfach macht. So schnell legt man das Buch da nämlich nicht aus der Hand, sondern fliegt förmlich durch die Seiten! Das gesamte Setting hat einfach gestimmt und das schöne Thriller-Feeling, das ich so sehr liebe, war definitiv vorhanden. 

Etwas enttäuschend war daher das Ende. Ein guter Thriller ohne ein gutes Ende? Schwierig.
Dabei war es nicht einmal die Auflösung, die mich etwas unbefriedigt zurücklässt, sondern die Art wie es aufgelöst wurde. Während zuvor noch alles ziemlich mysteriös und ineinander verschachtelt war, lief mir die Auflösung etwas zu geordnet ab. Es passiert alles so nacheinander als würde man einfach einen Punkt nach der anderen auf einer Liste abhacken. Dabei kam mir die Auflösung dann doch etwas wahllos vor und nicht hundert Prozent durchdacht.

Alles in einem, ein super spannender Thriller mit Suchtpotential, aber einem Schluss, der dem restlichen Buch leider nicht ganz gerecht wird.

Jedes Jahr im Juni

Titel: Jedes Jahr im Juni
Autorin: Lia Louis
Klappentext: Für Emmie ist Lucas die ganz große Liebe – seit dem Tag, als sie einen roten Luftballon mit einem Brief in den Himmel steigen ließ und Lucas ihr antwortete. Emmie weiß, dass er ihr Seelenverwandter ist, und doch hat sie es nie übers Herz gebracht, Lucas ihre Gefühle zu gestehen. Jedes Jahr treffen sich die beiden am selben Ort. Jedes Jahr hat er ein ganz besonderes Geschenk für sie. Und jedes Jahr hofft Emmie aufs Neue, dass Lucas sich auch in sie verlieben wird. Doch dieses Jahr ist alles anders. Denn was Lucas ihr verkündet, lässt Emmies Herz in tausend Stücke zerbrechen. Hat sie ihn damit für immer verloren?

Rezension: Jedes Jahr im Juni

Ein wundervolles leichtes Buch für Zwischendurch mit ganz viel Gefühl und Emotion! Der Schreibstil der Autorin ist wunderschön, locker und leicht. Man fliegt gerade so durch die Seiten. Es gibt keine langgezogenen Passagen und alles in einem macht das Lesen in diesem Buch einfach Spaß. Es gab immer wieder kurze Rückblicke, womit manche vielleicht Probleme haben könnten, meinen Lesefluss hat es allerdings nie unterbrochen und fand gerade diese machen das Buch ein klein wenig besonders.

Emmies Perspektive zu verfolgen hat mir auch sehr gut gefallen, da ich sie als eine sehr angenehme und sympathische Protagonistin sehe, der man gerne folgt. Leider hat sie es in ihrem Leben nicht leicht, aber sie ist stark und wächst mit dem Verlauf des Buches immer weiter. Ihre Entwicklung fand ich von Seite zu Seite immer schöner mit anzusehen.

Das ganze Buch ist super authentisch, beschäftigt sich mit großen und kleinen Hindernissen, die einem das Leben nun einmal vor die Füße wirft. Selbstverständlich geht es um die Liebe, doch ich finde auch, dass Themen wie Freundschaft und Familie in diesem Buch wunderschön aufgegriffen und behandelt worden sind. Auch Schicksalsschläge und Traumata spielen eine Rolle, die wohl oder übel zum Leben dazu gehören.

Auch die Ausarbeitung der Nebencharaktere fand ich super. Sie waren alle sympathisch, authentisch und alles kam einfach wunderschön echt rüber. Das Buch an sich war etwas vorhersehbar, doch ich hab mich ziemlich gefreut, dass meine Vermutung letztendlich richtig war und mein gewünschtes Ende eingetreten ist. Das Ende fand ich nämlich einfach perfekt. Ein gelungener Abschluss und ein tolles Debüt!!!


Irgendwo ist immer irgendwer verliebt

Titel: Irgendwo ist immer irgendwer verliebt
Autorin: Jenn McKinley
Klappentext: Chelsea ist 29, Single, erfolgreich in ihrem Job – und unglücklich. Doch erst als ihr Vater ihr verkündet, dass er wieder heiraten möchte, realisiert Chelsea, dass sie seit dem Tod ihrer Mutter ein Leben auf Sparflamme geführt hat: Keine Abenteuer, keine Freude, keine Liebe. Glücklich war sie das letzte Mal vor sieben Jahre während ihrer Europareise nach dem College. Ein Jahr lang reiste Chelsea durch Irland, Frankreich und Italien, genoss das Leben in vollen Zügen – und verliebte sich in Colin, Jean Claude und Marcelino. Kurzerhand reist Chelsea zurück nach Europa und sucht ihr verlorenes Glück – und die große Liebe.

Rezension: Irgendwo ist immer irgendwer verliebt

In dem Buch begleiten wir Chelsea, die ein 29 jähriger Workaholic ist und feststellt, dass sie eigentlich nicht glücklich in ihrem Leben ist. Seit dem Tod ihrer Mutter hat sie sich stark verändert und ist nicht mehr die lebensfreudige, spontane und lustige Chelsea, die sie einmal war. Als sie endlich einsieht, dass es an der Zeit ist ihr Leben zurückzukriegen und endlich wieder glücklich zu werden, beschließt sie eine Reise in die Vergangenheit zu machen und die Orte und Männer aufzusuchen, in die sie sich zuletzt verliebt und mit denen sie sich wirklich lebendig gefühlt hat.

Chelsea versucht sich selbst wiederzufinden, muss dabei jedoch feststellen, dass die Chelsea von früher vielleicht doch nicht mehr existiert und sie stattdessen die Frau akzeptieren und lieben lernen sollte, die sie heute ist. Eine starke Persönlichkeit, die viel durchgestanden und erreicht hat und sich meistens einfach nur selbst im Weg steht.

Das Buch ist unheimlich flüssig geschrieben, der Schreibstil ist großartig und der Humor genau mein Ding. Zwischen Chelsea und ihrem Arbeitskollegen Jason herrscht eine gewisse Hassliebe, die einfach großartig ist und mich mehr als einmal zum schmunzeln brachte. Obwohl mir Chelsea am Anfang aufgrund ihrer etwas verbissenen und sturen Art etwas auf die Nerven ging, wurde ich schnell mit ihr warm und konnte mich auch gut in sie hinein versetzen.


Für mich ist das Buch eine super Geschichte für zwischendurch mit viel Humor, Tiefgang und der richtigen Dosis an Urlaubsfeeling, um in den Seiten vollkommen untertauchen zu könne. Den Schluss fand ich nach ein paar Seiten etwas vorhersehbar, was ich jedoch keinesfalls schlimm finde, da er mir super gut gefallen hat und ich auf das Ende sogar gehofft habe. Ein sehr gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle!